Abriss der Grünen Schänke ist ein Fiasko

Das stadtplanerische Ergebnis, den Abriss und die Beseitigung des kulturhistorisch wichtigen Standorts der „Grünen Schänke“ sehen wir als Fiasko der hiesigen Stadtpolitik und als unverzeihliche Verschwendung von Auftragsvolumen im Leipziger Handwerk. Hiermit ist die einzige Möglichkeit, den Leipziger Osten kulturell an das Stadtleben anzubinden, nachhaltig zerstört worden. Das Konzept der „Bauhütte“ bestand darin, diesen neobarocken Konzert- und Ballsaal mit dem bestehenden Musikstadtkonzept zu vereinen, wobei die barocke Gallionsfigur J. S. Bach ein Leitmotiv gewesen wäre. Welche Zugkraft beliebter Historismus hat, ließ ja Oberbürgermeister Jung (SPD) zur Eröffnung des Hotel Pologne in der Hainstraße 16-18 staunen. Die derzeitige Stadtplanung ist der Garant dafür, dass Leipzig auf diesem Gebiet provinziell bleiben wird!

Quelle: Olav Petersen – „Bauhütte-OST“, Leserbrief, LVZ-Stadtleben, Seite 7, 24.4.2009.

Modellbahn spielerisch „vor der Platte“ erleben

Anlagensteckbrief „Bauhütte-OST“
präsentiert auf dem Modellbahn Sommer-Special vom 27.-29.7.2012

Abmaße: 4 m x 1,40 m x 0,85 m in 2-teiliger Kastenbauweise auf 5 Unterbauschränken
Baubeginn: März 2012, derzeit im Bau befindlich
Spurweite: H0 (Maßstab 1:87)
Gleismaterial: Profigleis der Firma Fleischmann (40 lfm, 9 Weichen)
Betriebsart: digital TRIX-Kabelkonsolsteuerung
Anlagenthema: Nachbildung von stadträumlichen Szenen Leipzigs der letzten 20 Jahre
Anlagenbetrieb: Bundesbahn Epoche III als Museumsbahnbetrieb in der Zeit von 2012

Das Konzept, die Modellbahnwelt „vor der Platte“ zu erleben und die Züge selbst steuern zu können, ging auf dem Modellbahn-Special vom 27.-29.7.2012 in Leipzig voll auf.

Arbeitsschwerpunkt der Bauhütte-OST ist nicht ein vollautomatischer Modellbahnbetrieb, bei dem sich 20 Züge kreuzen, sondern dass der Besucher der Modellbahnausstellung, im besten Falle Vater und Sohn, die Loks/Zuggarnituren über die beiden Spielkonsolen selber steuern. Der Besucher soll hierbei den Fahrbetrieb „vor der Platte“ kurzweilig selbst bestimmen und somit erleben können, was die digitale Modellbahnwelt 2012 alles zu bieten hat …

Dr. Thomas Feist (links), Abgeordneter des Bundestages, informiert sich vor Ort über die Nachwuchsarbeit der „Bauhütte-OST“ für das Handwerk.

Des Weiteren beinhaltet die Arbeit der Bauhütte-OST eine Spurweitenfindung: Auf einem anbei stehenden Tisch können die derzeit gängigsten Gleissysteme ausprobiert und gemeinschaftlich freundlich diskutiert werden, um im Ziel festlegen zu können, welche Spurweite für jeden das Richtige ist.

Die Bauhütte-OST sieht im generationsübergreifenden Hobby der Modelleisenbahn einen einzigartigen Ansatz zur Nachwuchsförderung im deutschen Handwerk. Nur hier sind spielerisch die Grundlagen für eine Vielfalt an Handwerksberufen schon im Kindesalter zu verstehen und es entwickelt sich nahezu von selbst die Achtung (Werte) für die Arbeit der Tischler, Elektriker, Maler und vieler anderer mehr (Umweltwahrnehmung).

Sprechen Sie uns an – wir überzeugen Sie im persönlichen Gespräch!

Mit zünftigen Grüßen
C. O. Petersen

Machbarkeitsstudie RAD-Haus Lindenau

Die Idee

Städtebaulich liegt in Leipzig einiges im Argen: Megaprojekte entziehen den Stadtteilen Infrastruktur und Geld für Veränderungen. Dabei macht gerade der Mikrokosmos um die Ecke das Stückchen an Lebenswertem aus, was Menschen in „ihrem“ Viertel hält. Einige Stadtteile sind mehr und hochwertiger saniert als andere, die als weniger „in“ gelten. Und gerade in wenig entwickelten Bereichen werden durch die damit einherziehende soziale Ghettoisierung oftmals die Chancen nicht erkannt, die innerstädtische Leerräume – sowohl Gebäude als auch Grünflächen – bieten können

Die „Bauhütte-OST“ möchte sich in diesem Sinne für eine ausgewogene Stadtentwicklung vor Ort in den Stadtteilen einsetzen. Dabei werden Projekte von gemeinnützigen Vereinen / Bürgern baulich unterstützt oder auch bereichert und erweitert.

Erste Projekte: 2004 RAD-Haus Lindenau

Durch einen Zeitungsartikel im April 2004 machte ein Leipziger Verein auf sein Brachflächenprojekt „Nachbarschaftsgärten“ auf sich aufmerksam. Hier sollten an der heruntergekommenen Josephstraße auf privaten Brachflächen kostenlose Mietergärten als Zwischennutzung entstehen. Eine zweigeschossige Ruine auf dem Gelände inspirierte Olav Petersen zu einem kühnen Vorhaben: Eine studentische Fahrradselbsthilfewerkstatt könnte hier entstehen, in der auch die Nachbarschaft sich trifft, wo aber gleichzeitig Praktisches entsteht für ein Viertel, in dem im Vergleich zum städtischen Durchschnitt nur etwa die Hälfte an Autos vorhanden ist.

Im Laufe des Sommers kristallisierte sich dann durch die Kooperation mit Bildungsträgern die Kombination heraus, die nicht nur Leipzig in den nächsten Jahren stadtentwicklungspolitisch beschäftigen wird: brach liegende Arbeitskraft kann brach liegende Grünflächen aufwerten und so ungenutzten Gebäuden ein zweites Leben einhauchen.

Zum Jahresende wird auf dem Nachbargrundstück des RAD-Hauses außerdem ein Bildhauer-Symposium mit Sandsteinbrocken aus selektivem Rückbau abgehalten werden und ein Bergelager entstehen, aus dem gemeinnützige Vereine kostenlos Material für ihre Bauvorhaben bekommen können, einschließlich eines Praktikanten der „Bauhütte-OST“, der an Ort und Stelle beim konkreten Einbau von z.B. geborgenen Mauerziegeln helfen kann.

Wie’s weiter geht: ab 2005 Kulturhausmeister MuKo-Block

Die stark gefährdete Häuserfront an der Lützner Straße / Block Musikalische Komödie („Wächterhäuser“) soll mit einem ähnlichen Konzept wie das RAD-Haus entrümpelt und vor dem Verfall gerettet werden. Eine gemeinsame Grünflächengestaltung soll die Stärken des kaum bewohnten Blocks hervorheben und so eine Neubelegung ermöglichen.

Kontakt: saegewerkatelier@yahoo.de oder montags bis freitags in der Mittagspause gegen 12.00 Uhr auf der aktuellen Baustelle, Ansprechpartner: Mirko Walter, www.saegewerkatelier.de

Weihnachten im und am Apostelhaus

Die „Bauhütte-OST“ und die Schüler der 7. Klasse der Mittelschule Gohlis laden am 17. Dezember von 15 bis 18 Uhr zum weihnachtlichen Unterstützertreffen nach Lindenau an das Apostelhaus, Apostelstraße 20, ein. Alle am Handwerk und dem ca. 260 Jahre alten Haus interessierten Bürger sind willkommen. Die Traditionsbäckerei Göbecke spendete den Schülern den Teig für das weihnachtliche Plätzchenbacken. Plätzchen und Glühwein sollen an diesem Tag gegen Sachen und Werte getauscht werden. Gesucht werden auch noch Sänger oder Musiker, die für weihnachtliche Stimmung sorgen wollen.

„Weihnachten am Apostelhaus“, hallo!, Seite 7, 10.12.2011

Schüler beräumen das Apostelhaus

Schaufeln und staunen beim Tag des offenen Denkmals

„Ich dachte, das Haus ist groß und dass man die Kanonenkugeln sehen kann. Auf jeden Fall will ich es hier schöner machen.“ Jacob Porsch, Siebtklässler der Freien Mittelschule Gohlis, ist beim Vor-Ort-Termin am Lindenauer Apostelhaus, Apostelstraße 20, etwas verwirrt. So ein kleines, morsches Gebäude inmitten intaktem Umfeld hat sich der Zwölfjährige nicht vorgestellt. Morgen, am bundesweiten Tag des offenen Denkmals, macht er und neun Mitschüler von 11 bis 16 Uhr mit, den 2007 aus dem rund 250 Jahre alten Gebäude hinausgetragenen Schutt zu beseitigen. Früher gab es hier zwölf baugleiche Häuser im ehemaligen Rittergut – Hausnummer 20 ist das letzte verbliebene. Die zwei kleinen Löcher über den größeren Fensteröffnungen an der Schmalseite erinnern tatsächlich vom Gedenken an mindestens zwei Kanonenkugeln. Sie wurden seinerzeit Napoleons Mannen bei ihrer Flucht aus Leipzig hinterhergedonnert – zweitrangig, ob sie an genau dieser Fassadenstelle hineinkrachten oder von den Nachfahren mahnend in die Wand eingemauert wurden.

Besitzer Ralf-Detlef Kohl will das von seinen Großeltern vererbte Haus sanieren lassen und mittel- bis langfristig historisches Handwerk als musealen Raum ansiedeln (hallo! berichtete). „Damit eure Generation erleben kann, was damals hier passierte“, schaut er die vier Jungs ernst an. „Ich will der Gesellschaft etwas Gutes tun. Zu Hause helfe ich auch meinem Opa im Hühnerstall und im Hof“, erwiedert Schüler Daniel Cranz in feierlichem Ton. „Weniger gaffen, mehr schaffen“, versieht er diese ungewöhnliche Sonntagsarbeit mit einem eigenen Motto.

Bei der Tauschbörse „Sozialer Marktplatz“ handelte Kohl für morgen einen Gratis-Container von der Firma Limes Wohnbau GmbH aus. Nach der fünfstündigen Schipperei werden die Schüler mit einer Grillrunde belohnt, ihre Lehrerin wird zuvor mit Kuchen kommen. […]

Andreas Krüger, „Schüler beräumen das Apostelhaus“, hallo!, Seite 5, 10.9.2011

Bauhütte will Häuser retten

Handwerkskammer unterstützt Bürger-Engagement / Ämter zeigen kalte Schulter

Lindenau/Plagwitz. Gegen den Abriss von verfallenen Gründerzeithäusern und anderen denkmalgeschützten Bauten aus dem 19. Jahrhundert macht in Leipzig die „Bauhütte“ mobil. Eine Bürgerinitiative, die vor allem „orientierungslose Jugendliche“ von der Straße holen und ihnen mit Beschäftigung neuen Lebensmut und Lebenssinn geben will. „Es sind junge Leute, um die wir uns kümmern, die jede Hoffnung auf einen Arbeitsplatz verloren haben, oft auch schon mit dem Gesetz in Konflikt kamen“, sagt Bauhütten-Sprecher Ralf Kohl. „Leider finden wir bei den zuständigen Ämtern in der Stadt keinerlei Unterstützung, begegnet man unseren Vorhaben eher mit Misstrauen“, so Kohl.

Anders verhält sich die Handwerkskammer. In dieser Woche berieten Kammerpräsident Joachim Dirschka, die Leiterin für Kommunale Wirtschaftsförderung Annemarie Pfeil und Bauhütten-Projektleiter Olav Petersen, wie die Kammer das Engagement der Bauhütte unterstützen kann. „Jedes Gebäude, das wir mit den Jugendlichen sichern und so vor dem endgültigen Verfall retten, bringt später den heimischen Handwerksbetrieben bei der Sanierung dringend benötigte Aufträge“, meint Petersen. Dirschka sagte die idelle Unterstützung der Bauhütten-Projekte zu und hält sie für förderwürdig. „Wenn auf privatwirtschaftlicher Ebene Handwerksbetriebe mit Werkzeug oder Material helfen, ist dies gut. Das kann allerdings nicht durch die Kammer geschehen“, betont Pfeil. Es sei auch an eine Wiederbelebung der Handwerker-Passage am Markt gedacht. „Dort könnten wir uns gut einbringen“, versichert Petersen, selbst Zimmermann von Beruf.

Im Moment ist die Bauhütte dabei, in der Apostelstraße 20 die Lindenauer Kulturwerkstatt ins Leben zu rufen. „Das denkmalgeschützte Gebäude ist von den Jugendlichen in mühevoller Arbeit gesichert worden“, sagt Kohl. Die Stadt habe dafür keinen Cent bereit gestellt. „Hingegen für den geplanten Abriss waren bereits 23.500 Euro aus dem entsprechenden Förderfonds ausgewiesen“, so Kohl.

Mit großer Sorge betrachten die Männer von der Bauhütte, was mit der ebenfalls unter Denkmalschutz stehenden riesigen Halle auf dem Betriebsgelände in der Karl-Heine-Straße 81-85 vorgesehen ist. Sie diente von 1872 bis 1895 als Unterstand für einen Teil des Wagenparks der Leipziger Pferdebahn. Das Amt für Denkmalschutz hat den Abriss des traditionsbeladenen Gebäudes am 1. August genehmigt, wie die Behörde auf Anfrage bestätigte. Eine Abrissfirma habe bereits den Auftrag dafür erhalten. Der Pächter wiederum sagte zu, nur Teile des Daches zu entfernen. Er wolle in der Halle Oldtimer ausstellen und einen Abschnitt als Parkfläche ausweisen. „Blödsinn“, meint Kohl, „wenn das Dach mit seinen Oberlichtern runter kommt, ist die Halle ein für allemal verloren.“ Die Abriss-Politik müsse in Leipzig endlich gestoppt werden. „Das unnötige Liquidieren beispielsweise der Grünen Schänke oder der Alten Funkenburg hat schon tiefe Wunden in Leipzigs so wunderschöne Bausubstanz geschlagen“, urteilt der Sprecher der Bauhütte.

Günther Gießler, LVZ-Stadtleben, “Bauhütte will Häuser retten”, Seite 2,  22.8.2008

Sicherung mit Fahrradlampe – kein Abriss des Lindenauer Apostelhauses

Dem Fachmann ist es ein wenig peinlich, der Bau-Laie strahlt beim Erzählen übers ganze Gesicht: Eine Fahrradlampe, die man nach wenigen Minuten Betrieb mit der Hand immer und immer wieder ankurbeln muss, damit sie weiter brennt, ist eines der wichtigsten Utensilien, die Bürger Ralf-Detlef Kohl und „Bauhütte“-Chef Olav Petersen im Dezember benötigten, um die Apostelhaus-Ruine in der Lindenauer Apostelstraße vor dem Verfall zu retten. Ein Generator wäre zu schwer gewesen und hätte in der Bauruine ohne intakte Zwischenetage keinen sicheren Halt finden können.

Unglaublich, ein wahres Neujahrs-Märchen: Das letzte von zwölf ca. 250 Jahre alten Apostelhäusern im ehemaligen Rittergut ist tatsächlich winter- und sturmsicher eingepackt und stellt nun keine Gefahr mehr für den angrenzenden Kinderspielplatz dar (Hallo! berichtete im vergangenen Sommer exklusiv). Das Haus, als heutiges Leipziger Unikat im „Arme-Leute-Baustil“ mit hohem Seitengiebel und einen im 1. Stock extrem steilen Dachstuhl von 80 Grad zur damals optimalen Wohnraumnutzung erbaut – der Kelch des Abrisses scheint nach derzeitigem Sachstand an Kohl und dem Bauhütte-Team vorbeigehen zu können.

„Ich hätte sofort und ohne Gegenleistung die Summe von 23.500 Euro aus dem Bundesprogramm Aufbau Ost für den Abriss bekommen können. Es ist unglaublich. 90 Prozent der sächsischen Maßnahmen aus diesem Fördertopf werden für Abrissmaßnahmen verwendet, lediglich zehn Prozent kommen tatsächlichen Rekonstruktionsarbeiten zugute“, schüttelt Kohl den Kopf. Zusammen mit „Bausubstanzretter“ Petersen schaltete er auf stur. Aberwitziges folgte: Bauhütte-üblich sprach Petersen vier Jugendliche auf der Straße an, die in den Augen von Otto-Normalbürger vorschnell als „Kiez-Assis“ gebrandmarkt werden: Arbeitslos, schlechte Manieren, erdiger Körpergeruch. Petersen schaffte es, die jungen Kerle zur Mitarbeit bei der Beräumung von fünf Tonnen Bauschutt aus dem Haus zu bewegen. Gratis. Als die Kirchenglocken um 18 Uhr läuteten, lockten Feierabend und für jeden ein Bier.

Besitzer Kohl redet seit Sommer eindringlich auf Oberbürgermeister und Baubürgermeister ein, Zimmermann Petersen letztmals im November intensiv auf den Baubürgermeister. Mit Erfolg. Leipziger und Dresdner Denkmalschützer inspizierten im Herbst das Objekt und bescheinigten ihm Gefahrenlosigkeit und Sanierungsfähigkeit. Doch Fördermittel zum Wiederaufbau? Fehlanzeige. Mit klammen Fingern half Ralf-Detlef Kohl bei der Dacheindeckung mit ursprünglichen und gebrauchten Schindeln. Am 23. Dezember war alles dicht. „Es war mein schönstes Weihnachtsgeschenk.“

Das Apostelhaus entwickelt Eigendynamik. Zur Lindenauer Nacht möchte Olav Petersen am 1. März ein intaktes Haus-Modell im Maßstab 1:5 präsentieren. Das Team der Leipziger Buchmesse prüft derzeit, ob das 1. Obergeschoss als Veranstaltungsort für eine Buchlesung taugt. Der Besitzer müsste dafür auch nicht mehr an der Fahrradlampe kurbeln.

Andreas Krüger, Hallo!, “Sicherung mit Fahrradlampe – kein Abriss des Lindenauer Apostelhauses”, Seite 6,  5.1.2008

denkmal 2012 – Jubiläumsmesse in Leipzig

Termin: 22.-24.11.2012
Ort: Leipziger Messe

Die Bauhütte-OST präsentiert auf der denkmal 2012 – Jubiläumsmesse – ihre „Gründerzeit-Container-Galerie“, umrahmt vom vielfältigen historischen Handwerk, z.B. Holz in der Denkmalpflege sowie Glas-Mosaiken und Altfliesen.

Dates: 22.-24.11.2012
Location: The Leipzig Trade Fair

The „Masters‘ Hut“ presents its „Wilhelminian Container Gallery“ at the denkmal 2012 – jubilee exposition in Leipzig – framed by various historical trades using wood, glas mosaics and old tiles to conserve listed buildings.

Neue Wege in den Leipziger Osten!

Wussten Sie schon? Mit Inbetriebnahme des City-Tunnels 2012 wird der S-Bahn-Verkehr über den Sellerhäuser Viadukt – seit 1878 die Leipzig-Hofer-Verbindungsbahn – für immer eingestellt werden. Was für den einen traurig sein mag, stellt aber auch die Chance und Hoffnung dar, den Leipziger Osten touristisch an den Innenstadtkern anbinden zu können. Wie denn das? Das Sägewerkatelier – eine Ideenwerkstatt für Methoden des Stadtumbaus von unten – möchte unter dem Arbeitstitel „Bauhütte“ im ehemaligen Verlauf der Gleise einen für alle bequemen Radweg aufbauen lassen. Anknüpfend an das schon vorhandene Teerband im Lene-Voigt-Park hätten dann Radfahrer, Rollstuhlfahrer oder Inline-Skater in Familie die Möglichkeit, den grünen und wirklich naturreichen Leipziger Osten bis hin zum Stünzer Park zu erschließen. Die zahlreichen ortsansässigen gut-bürgerlichen Gaststätten würden garantieren, dass jeder Ausflug hierher zu einem gelungenen Erlebnis wird. Überraschend dürfte für den Besucher dann auch der unverbaute freie Blick vom Sellerhäuser Viadukt auf die Wahrzeichen Leipzigs sein. Eine derartige Umnutzung dieses historischen Verkehrsdenkmals sollte somit vollkommen neue Perspektiven auf den Stadtteil und für den Stadtteil eröffnen. (Weiteres siehe Presse)

Olav Petersen – Bauhütte, Sellerhäuser Depesche, Rubrik „Leserbriefe und Leserbeiträge“, Ausgabe 3 Anno 2009.