Wo drückt Leipzigs Unternehmern tatsächlich der Schuh?

Leipzigs OBM Burkhard Jung wollte wissen, wie das Rathaus einheimischen Firmen am besten helfen kann

In dieser Woche luden Leipzigs OBM Burkhard Jung und Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht kleine und mittelständige Unternehmer der Region ins Bürgerbüro in der Katharinenstraße ein. „Wo drückt der Schuh, wo kann das Rathaus helfen?“, wollte er wissen. […]

[…] Olav Petersen von der „Bauhütte-OST“ setzte die Debatte um neue Aufträge in der Region fort. Man könne in der Bauhütte-OST alles. Man habe junge Leute an der Hand, mit deren Hilfe man sanierungsbedürftige Häuser in so einen Zustand versetzt, dass sie langfristig nachfolgend Arbeit für Handwerker bringen. Es handle sich dabei um Aufgaben, die große Unternehmen gar nicht übernehmen wollen. Man könne die Substanz tausender Häuser in Leipzig retten und dabei junge Leute an die richtige Arbeit heranführen, so dass diese auch wieder Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt bekommen.

Jung, der die Bauhütten-Leute seit langem kennt, versprach alle Möglichkeiten, die im Rathaus gegeben sind. […] Hier sollen also Voraussetzungen geschaffen werden, dass die Aufträge für Leipzigs Handwerker vor allem am Bau wieder wachsen.

[…] Insgesamt sollen – so ergaben die Gespräche – neben den regelmäßigen Runden des OBM mit Unternehmern auch Stammtische organisiert werden, in denen sich Unternehmen zusammenschließen – entweder nach Branchen oder nach Regionen. Natürlich auch mit enger Bindung an die Kommune.

Thomas Biskupek, „Wo drückt Leipzigs Unternehmer tatsächlich der Schuh?“, Sachsen Sonntag, Seite 10, 5.10.2008, www.leipzig.de